RPP Tagung | Irre komisch
16712
portfolio_page-template-default,single,single-portfolio_page,postid-16712,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,hide_top_bar_on_mobile_header,qode-theme-ver-10.0,wpb-js-composer js-comp-ver-4.12,vc_responsive

Irre komisch – gibt es einen Platz für Humor in der Psychiatrie und Psychotherapie?

Prof. Dr. med. Barbara Wild

Humor ist eines der besten Kleidungsstücke, die man in Gesellschaft tragen kann. (Shakespeare). Aber wollen wir das auch in der Psychiatrie und Psychotherapie – wo man doch eher den nackten Tatsachen ins Auge blicken sollte? Da gibt es viele Einwände: Unsere Patienten haben doch das Lachen verlernt! Wenn wir jetzt auch noch Humor von ihnen fordern, führen wir ihnen das nicht schmerzhaft vor Augen? Unterstützt man als Therapeut mit einer humorvollen Haltung nicht Vermeidung oder Verdrängung beim Patienten? Und wie groß ist die Gefahr, dass unsere Patienten sich nicht ernst genommen fühlen? Diese kritischen Fragen gilt es zu bedenken. Aber andererseits kann das gemeinsame Lachen die therapeutische Beziehung festigen. Zudem kann Humor als Persönlichkeitshaltung Patienten helfen, schwierige Situationen zu bewältigen. Außerdem sind Erheiterung, Lachen und Humor menschliche Phänomene, die immer wieder und in jeder Therapie auftauchen werden, die sich gar nicht fernhalten lassen und deshalb auch ernstgenommen werden sollten. Mit diesem Spannungsfeld zwischen ungesundem Blödsinn und hilfreichem Humor setzt sich der Vortrag auseinander und streift am Ende auch die Frage, ob man Humor vielleicht sogar an Patienten vermitteln kann.

Category
Gott und Humor - Abstracts